Aus Gnade

Gedanken aus der Predigt vom 6.8.2016

Predigttext: Eph.2, 4-10

Was habe ich davon, getauft zu sein – Christ zu sein?

Damit ich nach dem Tod in den Himmel, ins Paradies komme?
Natürlich nur wenn ich als „guter Mensch“ vorbildlich gelebt habe!
Es wird Zeit, solche Märchen und „Erziehungshilfen“ zu entlarven!
So etwas steht weder in der Bibel noch entspricht das unserem christlichen Glauben.
Wir suchen keine Vertröstung, sondern Trost;
Keine leeren Versprechungen, sondern konkrete Zusagen;
Keine nebulösen Zukunftsvisionen, sondern uns jetzt helfende, tröstende Tatsachen.
Im Epheserbrief wird uns darauf eine Antwort gegeben: Epheser Kapitel 2 Verse 4 – 10.

Hier berichten zwei Christen von ihren Glaubenserfahrungen. Der eine argumentiert und der andere ruft Passagen aus einer alten Taufliturgie dazwischen. In den Versen 5b + 8a erinnert er an unsere Taufe. Mit ihr haben wir ein neues Leben begonnen – das alte ist in der Taufe ersäuft worden. Durch Jesus Christus beginnt mit der Taufe unser neues, Auferstehungsleben: Ein Leben als Kinder Gottes, die Gott zum himmlischen Vater haben. Und alle, die wie wir auch getauft sind, sind unsere Geschwister.

Diese Familie Gottes, lebt nach dem Willen des Vaters im Himmel. Diese Gemeinschaft der Christen, orientiert sich an Jesus Christus. Diese Gemeinde unterstützt sich gegenseitig, verhält sich geschwisterlich. In den Schwächsten (Geringsten) wartet Jesus auf unsere Hilfe. So ein Leben in der Familie Gottes beginnt entweder jetzt und hier oder gar nicht.

Leben ohne den ewigen Gott ist (durch den Tod) begrenztes Leben, ohne Perspektive – ziellos und letztlich damit auch sinnlos. Was hat es für einen Sinn, wenn es am Ende doch nur in die Mülltonne (des Todes) geworfen wird? Gott sei Dank, dass uns Jesus Christus aus diesem totverfallenen Leben herausgelöst (erlöst) hat. Er ist unser Lebensretter – ihm gehört nun im Grunde alles was ich durch das Neue Leben vermag! Er hat dir mit seinem Leiden und Sterben einen Platz an der Seite Gottes, in seiner ewigen Familie„erkauft“. Mit der Taufe ist er auch für dich reserviert  – aber einnehmen musst du ihn schon selbst.

Dafür haben wir zwar unser Leben lang Zeit, aber wer weiß schon, ob nicht jetzt seine letzte Stunde geschlagen hat?

letzter DEAGo als Taschenlampengottesdienst

Das Wetter an diesem Sonntagabend ließ nichts aus. Sturm und Regen zeigten die typische Seite des Monats November. Dennoch fanden sich zum angekündigten letzten DEAGo am 15.11.2015 zahlreiche Besucher ein, die dem anheimelnden Licht der Laternen vor der Kirche gefolgt waren.

DSC_5501_HWZur Begrüßung wurde allen eine kleine rote LED-Taschenlampe mit der Aufschrift „Jesus – Licht der Welt“ überreicht. Stoffbahnen in den Regenbogenfarben schmückten den Altarraum. Sprüche an den Emporen – eines der Markenzeichen der Etwas-Anderen-Gottesdienste – regten zum Nachdenken über das Thema an. Die Band Johnson Grass begeisterte mit feinster Folkmusik und melodischen Worship-Songs. Das Anspiel lenkte zum Thema „Feiert Jesus – er kommt wieder!“: wie gut sind wir vorbereitet?

Wolfgang Freitag aus Radebeul machte in der Predigt vom Gleichnis der 10 Jungfrauen deutlich, dass man als Christ in einer GmbH (Gesellschaft mit begründeter Hoffnung) lebt. Unser Leben soll keine Vertröstung auf ein Jenseits sein, sondern eine aktive Zeit im Hier und Jetzt und eine Vorbereitung auf ein Leben nach dem Tod. Wir dürfen in dem Bewusstsein leben, dass Jesus für uns alles vorbereitet hat und das ist Grund zu großer Freude!

Während der Rückschau auf acht Jahre mit insgesamt 28 DEAGos und zur Untermalung der Lobpreislieder kamen die Taschenlampen zum Einsatz und erzeugten eine wunderbare Stimmung in der fast dunklen Kirche. So wurden Liedzeilen wie z.B. „dein Wort ist ein Licht auf meinem Weg“ praktisch untermalt.

Das DEAGo-Team verabschiedete sich mit einer Bilderfolge und der Erinnerung an zahlreiche Themen, Ideen und Aktivitäten, die beim anschließenden Imbiss zum Gegenstand guter Gespräche wurde. Möge das Licht und die Botschaft der kleinen Lampe symbolhaft den Alltag derer, die einen oder mehrere DEAGos miterlebt haben, erhellen.

Renate Windisch

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