Morgenblasen zum Posaunentag

Morgenblasen 01Ein ungewöhnliches Morgenkonzert bekamen die Pesterwitzer am 5. Juni geboten: Mehr als hundert Posaunisten spielten auf dem Dorfplatz vor der Apotheke auf – dirigiert von Simon Langenbach aus dem badischen Weinheim. Die Musiker kamen aus ca. zwölf Chören aus ganz Deutschland – darunter auch aus Oelsa – und präsentierten insgesamt 13 Stücke, darunter die „Dresdner Fanfare“ und „Himmel, Erde, Luft und Meer“. Die gleiche Liedfolge erklang an diesem Sonntagmorgen an hundert Plätzen in Dresden und Umgebung. Anlass des Morgenblasens war der Deutsche evangelische Posaunentag in der sächsischen Landeshauptstadt, mit 22.500 Teilnehmern, darunter etwa 17.500 Bläserinnen und Bläser.

Posaunentag-StadiongottesdienstRund 35.000 Teilnehmer erlebten im Anschluss einen beeindruckenden Gottesdienst im DDV-Stadion. „Luft nach oben“ war das Motto dieses Posaunentages. Luft, die man zum Blasen der Instrumente braucht, aber auch Luft zum Atmen und damit Luft zum Leben.  Es ging eine große Kraft von diesem Gottesdienst aus, die ahnen lässt, was Gottes Kraft in uns bewirkt. Das spürten auch die Bläser vom Posaunenchor der Jakobuskirchgemeinde, Posaunenchor Pesterwitzals sie beim bisher größten Bläsertag aus allen Bundesländern gemeinsam bei diesem Open-Air-Gottesdienst spielten. Das Zusammengehörigkeitsgefühl ist grandios: eine Bläserfamilie mit Mitgliedern von sechs bis über 90 Jahren, Schüler, Studierende, Berufstätige, Rentner, Frauen und Männer.

Altbischof Huber sagte einmal: „Kirchenmusik schult eine elementare Hör- und Ausdrucksfähigkeit, die immer auch Hör- und Ausdrucksfähigkeit füreinander ist. Zuhören, Mithören und Aufeinander hören sind Kardinaltugenden gelingenden Musizierens. Es gehört zum Wunder der Musik, dass weltanschauliche und persönliche Differenzen durch gemeinsames Musizieren in einen veränderten, ja in einen gemeinsamen Horizont rücken. Wer musizieren gelernt hat, für den ist Gemeinschaft kein Fremdwort.“