Kirchenführung

Unsere heutige St. Jakobuskirche ist die 4. Kirche in Pesterwitz bzw. die 3. auf diesem Standort. Die Grundsteinlegung dieser Kirche war am 11. Juli 1905. Eingeweiht wurde sie ein Jahr später, am 11. November 1906. Ihr Architekt Woldemar Kandler, bewies großes Geschick, sie ins Dorf- und Landschaftsbild einzufügen. Außerdem drehte Kandler die Kirche um 180° und brach somit die alten Kirchenbautraditionen. Im Sinne des Kirchenauftrages: „Hinwendung zu den Menschen“ befinden sich das Eingangsportal und der 42,65 m hohe Kirchenturm nun im Osten, dem Dorf und seinen Einwohnern zugewandt. Bei den beiden Vorgänger- Kirchen war hier die Altarseite.

offene_kircheVon der letzten Vorgängerkirche wurde das Eingangsportal in den heutigen Kirchenbau integriert. Das Portal zeigt einen gotischen Hohlkehlenbogen und ist vermutlich die älteste Bausubstanz in Pesterwitz. Über eine kleine Vorhalle betritt man den Kircheninnenraum. Hier befindet sich eine Turmkugel, die heute als Spendengefäß dient. Der Kircheninnenraum ist typisch für eine evangelische Predigtkirche, in der die Wortverkündung im Mittelpunkt steht. Das zeigt sich auch in der dominanten Stellung der Kanzel links vom Altarraum.

Kirche_innenUnsere Kirche besitzt einen saalartigen Charakter, ist einschiffig, säulenfrei, mit einer umlaufenden Empore. Hohe bleiverglaste Fenster in flächiger Ornamentik ermöglichen einen hellen Innenraum. Das braun der Sitzreihen und der Empore hebt sich kontrastreich von der weißen Innenbemalung ab. Damit hinterlässt unsere Kirche einen schlichten, festlichen Eindruck auf ihre Besucher. Unsere Kirche besitzt ca. 600 Sitzplätze.

Altar1Der Sandsteinaltar in der St. Jakobuskirche ist das sichtbare Zeichen der Nähe Gottes. Er ist der Ort des Gebetes, der Segnung und der Abendmahlseinsetzung. Altar (lat.) ist die allgemeine Bezeichnung für erhöhte Opferstätte. Den Altar schmücken das Altarkreuz, die Altarleuchter, Blumen, das Altartuch und der Altarbehang. Der Altarbehang weist dabei mit seiner Farbe auf den Abschnitt im Kirchenjahr hin. Das beeindruckende Altarbild, eingerahmt von den Kirchengründern, den Aposteln Paulus und Petrus stammt von dem Dresdner Professor Robert Sterl (gest. 1932). 1906 malte Robert Sterl damit sein einziges Sakralbild. Das Altarbild stellt den betenden Jesus im Garten Gethsemane dar. Das Buchstabenmonogramm JHS- Jesus Hominum Salvator (Jesus Menschenretter) weist auf den tieferen Sinn des Bildes hin.

TaufsteinGetauft wird in unserer Kirche an einem Taufstein aus Freiberger Arbeit von 1580. Nur durch die Taufe und das Bekenntnis wird man Kirchenmitglied. In der Kindertaufe tragen die Paten die Bürgschaft für den Täufling bis zum eigenen Bekenntnis in der Konfirmation. Früher erfolgten Taufen zu Ostern, zum Auferstehungsfest. Täuflinge wurden untergetaucht und zogen bis zum nächsten Sonntag weiße Gewänder an (Weißer Sonntag). An unserem Taufstein befinden sich 4 Tafeln mit Sprüchen zur Taufe aus dem Neuen Testament. Gestiftet wurde der Taufstein von Anna Grensing, Ehefrau des damaligen Kirchenpatrons Johann Dipold von Grensing aus Anlass der Erstgeburt ihres Sohnes.

Bei Interesse an einer Kirchenführung als Gruppe wenden Sie sich an Pfr. Koch, Thomas Grän oder Kirsten von der Heiden