Erntedank zum Weinfest

bild-7Das Erntedankfest wird in den beiden großen Kirchen in Regel immer am ersten Oktoberwochenende begangen. Nicht so im Pesterwitz. Hier ist es schon eine gute Tradition, Erntedank zum Pesterwitzer Herbst- und Weinfest Mitte September zu feiern. Uns so als Kirche ins Dorfleben mit zu integrieren und den Pesterwitzern auch zu zeigen, wo die Wurzeln ihrer Herbst- und Weinfeste liegen.

bild-120160918_100445Schon am Sonnabend, als wir die Kirche mit über dreißig Erntekränzen schmückten, die große Erntekrone aufzogen und den Altarraum mit den Erntegaben und vielen Blumen der Gemeindeglieder schmückten, schauten uns schon viele Pesterwitzer und Festbesucher, die in die Kirche kamen, über die Schulter. Vielleicht hat es auch den Einen oder Anderen bewogen, anderntags in den gut besuchten Gottesdienst zu kommen, der wieder mit viel Engagement und Spielfreude von den Kindern und Erziehern der Kita Samenkorn ausgestaltet wurde. Mich bringt dabei auch so manch kleines Detail am Rande zum schmunzeln.

bild-10Auch die am Nachmittag geöffnete und geschmückte Kirche lockte wieder hunderte Besucher in die Kirche, um bei dargebotenen Kaffee und Kuchen für eine Weile dem Festtrubel zu entfliehen. Ebenso gefragt sind die Kirchturmbesteigungen mit unserem Ortschronisten.

Schön auch, wenn in der Folgewoche Kindergarten- und Grundschulkinder mit ihren Erziehern und Lehrern bei uns vorbeischauen und so etwas von der Landwirtschaft erfahren und dass die Milch eigentlich nicht aus dem Tetrapack kommt.

bild-6Rückblickend waren es also um die eintausend Menschen, die um das Erntedankfest herum, unsere Kirche besuchten. „Damit die Kirche im Dorf bleibt“, so ist ein Positionspapier unserer Landeskirche überschrieben. Ich denke, in Pesterwitz sind wir da auf einen guten Weg.

Hallo Nachbar!

nachbarschaftsfestNachbarschaftsfest „Hallo Nachbar“

In diesem Jahr findet das Nachbarschaftsfest „Hallo Nachbar“ im Rahmen der bundesweiten Interkulturellen Woche am 24. September 2016 In Freital – Zauckerode statt. Das Motto lautet „Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt.“

Beginn des Festes ist um 10 Uhr mit dem Volleyballtournier um den Preis des OB, gefolgt vom Bieranstich und Blasmusik (u.a. mit unseren neuen Friedhofsverwalter).
Um 12.45 Uhr ist eine Interkulturelle Andacht mit Pfarrer Mathias Koch auf der Bühne im Mehrgenerationenpark.
Um 13.15 Uhr ist offizielle Eröffnung und im Anschluss beginnt das internationale Bühnenprogramm mit Künstler(innen) aus verschiedenen Nationen. Für Kinder gibt es ein Extraprogramm. Zahlreiche wichtige Informationen bekommen Besucher(innen) an Ständen verschiedener Vereine und Institutionen. Ein internationales Catering wird für das leibliche Wohl sogen.

ORT: Mehrgenerationenpark Ftl-Zauckerode, Ringstr. / Moritz-Fernbacherstr.
(Gelände des ehemaligen Manfred-von-Ardenne-Gymnasiums)

Johannistag

Johannistag 2016 04Johannistag – Johannisfeuer: Da dieser Tag und das Feuer nach Johannes des Täufers benannt ist, erhoffte man sich besonders im Mittelalter, dass man durch die Kraft dieses Heiligen beschützt werden würde.

Die Menschen brauchten Gott und den heiligen Johannes damals vor allem dazu, dass er böse Dinge fern hielt: Unwetter und Hagel sowie Krankheiten von Mensch und den Tieren im Stall. Und umgekehrt natürlich, dass er einen segnet und Gelingen gibt.

Das ist eine Haltung, die wir auch heute an uns beobachten können: Wir Menschen braucht Gott vor allem dazu, unsere eigenen Pläne zu verwirklichen. Gott wird sozusagen als Planierraupe benutzt: „Lieber Gott, ich habe da meine Pläne im Leben. Doch auf dem Weg gibt es ein paar Hindernisse und nun bitte ich dich schön, lieber Gott, hilf mir. Du räumst mir doch die Hindernisse aus dem Weg, nicht wahr? Wozu haben wir dich denn sonst?“

Sünde als Mittelpunktshaltung des Menschen, ist nicht nur das Leugnen, sondern auch das Benutzen von Gott. Martin Luther hat den Begriff „uti Deo“ (= Gott benützen) gebraucht. Es lohnt sich also, auch weit über Johanni hinaus über unsern Kanzelspruch nachzudenken: „Nicht mein, sondern dein Wille geschehe“ Lk. 22,42

Morgenblasen zum Posaunentag

Morgenblasen 01Ein ungewöhnliches Morgenkonzert bekamen die Pesterwitzer am 5. Juni geboten: Mehr als hundert Posaunisten spielten auf dem Dorfplatz vor der Apotheke auf – dirigiert von Simon Langenbach aus dem badischen Weinheim. Die Musiker kamen aus ca. zwölf Chören aus ganz Deutschland – darunter auch aus Oelsa – und präsentierten insgesamt 13 Stücke, darunter die „Dresdner Fanfare“ und „Himmel, Erde, Luft und Meer“. Die gleiche Liedfolge erklang an diesem Sonntagmorgen an hundert Plätzen in Dresden und Umgebung. Anlass des Morgenblasens war der Deutsche evangelische Posaunentag in der sächsischen Landeshauptstadt, mit 22.500 Teilnehmern, darunter etwa 17.500 Bläserinnen und Bläser.

Posaunentag-StadiongottesdienstRund 35.000 Teilnehmer erlebten im Anschluss einen beeindruckenden Gottesdienst im DDV-Stadion. „Luft nach oben“ war das Motto dieses Posaunentages. Luft, die man zum Blasen der Instrumente braucht, aber auch Luft zum Atmen und damit Luft zum Leben.  Es ging eine große Kraft von diesem Gottesdienst aus, die ahnen lässt, was Gottes Kraft in uns bewirkt. Das spürten auch die Bläser vom Posaunenchor der Jakobuskirchgemeinde, Posaunenchor Pesterwitzals sie beim bisher größten Bläsertag aus allen Bundesländern gemeinsam bei diesem Open-Air-Gottesdienst spielten. Das Zusammengehörigkeitsgefühl ist grandios: eine Bläserfamilie mit Mitgliedern von sechs bis über 90 Jahren, Schüler, Studierende, Berufstätige, Rentner, Frauen und Männer.

Altbischof Huber sagte einmal: „Kirchenmusik schult eine elementare Hör- und Ausdrucksfähigkeit, die immer auch Hör- und Ausdrucksfähigkeit füreinander ist. Zuhören, Mithören und Aufeinander hören sind Kardinaltugenden gelingenden Musizierens. Es gehört zum Wunder der Musik, dass weltanschauliche und persönliche Differenzen durch gemeinsames Musizieren in einen veränderten, ja in einen gemeinsamen Horizont rücken. Wer musizieren gelernt hat, für den ist Gemeinschaft kein Fremdwort.“

Konfirmation 2016

Konfi-GD Am Sonntag Kantate, den 24. April, haben wir:

Leonhard Dürrwald
Franziska Hachenberger
Richard Irrgang
Emely Leimer
Moritz Lindner
Segnung KonfisMoritz Neumann
Alexander Richter
Amelie Scharschmidt
Theresa Seidel

uns vor Gott und der Gemeinde zu unserem Glauben bekannt. Jetzt sind wir erwachsen und Selbständige in unserer Gemeinde, der wir herzlich für Ihre Anteilnahmen danken möchten, die wir an diesem so wichtigen Tag für uns, erfahren haben.

Konfis-GruppenbildAber eins möchten wir einmal klar stellen. So blass, wie wir in der Schwarzweißausgabe unseres Gemeindeblattes herüber kommen, sind wir nicht, was nebenstehendes Bild beweisen soll. Wir möchten Farbe ins Gemeindeleben bringen und Spuren hinterlassen. Gut, alle haben wir noch nicht den Weg in die JG gefunden, aber da waren ja der Schuljahresabschlussstress und die beginnenden Sommerferien.

Aber dann …

… dann, liebe junge Erwachsene, würden wir uns freuen, wenn Ihr frische Farbe und Kontur in unser Gemeindeleben einbringen würdet. Das Wollen ist der erste Schritt zum Tun. Habt nur etwas Mut! Die Junge Gemeinde hilft euch dabei.

Euer Kirchenvorstand

Gottesdienst unter freiem Himmel

Himmelfahrt 2016

Ein pädagogischer Grundsatz lautet, man müsse die Menschen dort abholen, wo sie stehen. Ein guter Pädagoge und natürlich auch Pfarrer, versuchen aber auch immer den Menschen weiterzuführen.
In diesem Sinne war Jesus ein guter Pädagoge und Pastor. So wird er zu Recht „guter Hirte“ (pastor bonus) genannt. In seiner Menschwerdung holte er uns Menschen wirklich dort ab, wo wir stehen. Er wurde in allem uns gleich.

Er möchte uns aber auch dem Ziel unseres Lebens entgegenführen, nämlich dem „Himmel“. So ist er nach seiner Auferstehung zu Ostern und zahlreicher Erscheinungen, vor den Augen seiner Jünger uns vorausgegangen und in den Himmel aufgefahren. „Eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken“ (Apostelgeschichte 1,9). Dabei verstehen wir Himmelfahrt heute kaum noch als eine wirkliche Reise. Denn wenn Jesus damals mit Lichtgeschwindigkeit aufgestiegen wäre, so hätte er zwar schon nach wenigen Stunden unser Sonnensystem verlassen, bräuchte aber immer noch gut 28000 Jahre, um wenigstens ins Zentrum unserer Milchstraße zu gelangen.

Nein, der Himmel ist für uns kein geographischer Ort, sondern ein Symbol für den Herrschaftsbereich Gottes. Wenn es im christlichem Glaubensbekenntnis heißt „…aufgefahren in den Himmel“, bedeutet dies nach unserem Verständnis, dass der auferstandene Christus „bei Gott ist“. Und Jesus gab an diesem Tag seinen Freunden den Auftrag zur Verkündigung des Evangeliums und verspricht ihnen dazu den Heiligen Geist.

Gottesdienst Himmelfahrt 2016

Vierzig Tage nach Ostern feiern wir dieses Ereignis immer an einem Donnerstag, nach dem fünften Sonntag nach Ostern, bei uns als Gottesdienst unter freiem Himmel, auf dem nahe gelegenen Burgwartsberg. Auf diesem Berg stand einmal eine Burg. Der Rechtsstreit um sie führte schließlich in einem Schiedsspruch zur urkundlichen Ersterwähnung von Dresden (in der Datumszeile). Auf diesem Berg befand sich höchstwahrscheinlich zuvor auch eine Holzkapelle und war somit der Ausgangspunkt des christlichen Glaubens in unserer Region. Heute sind wir es, die den Auftrag zur Verkündigung des Evangeliums empfangen. Und wie gehen wir mit diesem Auftrag um?

Weiße Gewänder zu Ostern

Quasimodogeniti 2016Unter der Überschrift „Weiß ist die liturgische Farbe zu Ostern – auch die Gewänder der Täuflinge an diesem Tag“, haben wir im Gemeindebrief an die Taufpraxis der ersten christlichen Jahrhunderte erinnert. Und wir haben aufgerufen, weiße Kleidungsstücke zum Ostergottesdienst mitzubringen. Einige Gemeindeglieder hatten Mut, brachten etwas mit, streiften es über und trugen es eine ganze Woche lang!

Was hat unsere Vorfahren wohl bewogen, so zu handeln, so voller Stolz allen zu zeigen: ich bin ein Christ? In Ihrer Zeit bedeutete die Taufe nicht nur die Aufnahme in die Kirche, sondern auch die Indienststellung als Arbeiter – wir würden heute sagen als Botschafter und Multiplikator – für Christus. Luther meint dazu: „… so werden wir allesamt durch die Taufe zu Priestern geweiht.“ Wie vor dem Beruf die Lehre stand damals vor der Taufe eine Vorbereitungszeit von drei Jahren, in dem die Taufbewerber (Katechumen) eine christliche Unterweisung (Katechetik) erhielten und ihr sittlicher Lebenswandel überprüft wurde. Erst danach erfolgte eine Zulassung zur Taufe und den Gottesdiensten.

Traditioneller Tauftag war Ostern, das Auferstehungsfest Jesus Christus. In der Woche vor der Taufe wurde am Donnerstag gebadet, eine äußere Reinigung. Am Freitag wurde sich durch Fasten auf die Taufe vorbereitet. Am Sonnabend erfolgte ein öffentliches Sündenbekenntnis, die innere Reinigung. Die darauf folgende Nacht wurde mit Beten und Lesen der Bibel verbracht und am Ostersonntag erfolgte die Taufe mit dreimaligem Untertauchen des Täuflings. Als äußeres Zeichen ihres nun neuen Lebens mit Gott streiften sie weiße Gewänder über, die sie eine Woche lang in aller Öffentlichkeit trugen.

Die durch die Woche äußerlich, aber auch innerlich verschmutzten Gewänder wurden dann am darauf folgenden Sonntag, dem Sonntag Quasimodogeniti (wie die neugeborenen Kinder) von den Getauften im Gottesdienst abgestreift und mit all ihrem Schmutz vor Gott gelegt, so dass die Täuflinge wieder rein und untadelig vor Gott und der Gemeinde standen. Was für eine starke Motivation für die Gottesdienstbesuche!

„Ist das wunderbare Geschehen der Wiedergeburt mit der Taufe abgeschlossen?“, fragt Luther im Kleinen Katechismus. Dreimal untertauchen und alles ist erledigt? „Nein“, ist seine Antwort, das Neuwerden ist keine einmalige Angelegenheit. Es geschieht in dem wir uns täglich unserer Schuld bewusst werden, von ihr abkehren und uns immer neu Christus und seiner Vergebung zuwenden. Jeder sonntägliche Gottesdienst bietet uns dazu die Gelegenheit, wenn wir ihn denn nutzen.

In drei Tagen zu Fuß nach Hof

Von unserer St. Jakobus Kirche in Pesterwitz starteten am Freitag, dem 12.Februar 2016, morgens 6 Uhr 25 Läufer zu einem Lauf, der sie an drei Tagen über 225 km auf dem Jakobsweg bis nach Hof führen sollte. Neben dem Ziel, gesund in Hof anzukommen, haben die Läufer Spenden für den Verein Hofer Behindertenszene e.V. gesammelt, der unter anderem behinderte Sportler betreut, die 2017 bei den in Hof stattfindenden Special Olympics Bayern starten wollen.

Wir haben die Läufer und Begleiter in dieser frühen und kalten Morgenstunde mit freundlichen Worten und einigen Kannen heißen Tee verabschiedet. Wenn Sie mehr erfahren möchten: hier der Link zum vollständigen Laufbericht des Teilnehmers Henry Vogel: http://www.vogel-dd.de/5.html

Ultralauf Dresden-Hof